Kategorien
Bücher Neuigkeiten

Bonusinhalt? Fink Tank!

Hat da jemand Bonusinhalt gesagt? Kein Problem. Kennst du schon den Fink Tank, mein virtuelles Klubhaus drüben auf BuyMeACoffee.com? Wenn du Hintergrundinfos und Einblicke in meinen Schreiballtag möchtest, ist das der richtige Ort für dich. Für 5€ im Monat sicherst du dir nicht nur meine Dankbarkeit, sondern du kriegst neben den genannten Einblicken auch immer mal wieder Inhalte, die sonst niemand bekommt. Zum Beispiel entfallene Kapitel und Szenen aus meinen Büchern, Hintergrundinformationen zu Charakteren und was mir sonst noch so einfällt.

Bist du neugierig geworden? Dann lies doch gleich weiter. Aus einer frühen Fassung von Qualitätsmanagement habe ich ein Kapitel herausgesucht, in dem der Protagonist Mark von der Polizei zu einem Verhör vorgeladen wird, nachdem er Zeuge geworden ist, wie eine junge Frau beim Verteilen von Flugblättern verhaftet wurde.

Die Vorladung (Fink Tank vom 07.04.22 – Auszug)

Der Brief lag zwischen dem Prospekt für eine neue Pizzeria und einer Rechnung in Marks Briefkasten, als er am nächsten Abend nach Hause kam.
Gestern war es mörderisch gewesen: Er hatte die Geschichte über die Verhaftung im Zug nacheinander seinem Kollegen Ben, seinem Vorgesetzten Schneider, zwei Kollegen in der Teeküche und am Abend noch Anasthasia am Telefon erzählen müssen. Glücklicherweise war er heute um weitere Berichte herumgekommen und hatte sich dem stetig wachsenden Berg Arbeit auf seinem Schreibtisch widmen können, war jetzt aber todmüde.

Sobald Mark die Wohnungstür hinter sich geschlossen hatte, fuhr er mit der Hand durch sein schwarzes Haar, dass er tagsüber streng gescheitelt trug und lockerte es auf. Danach hängte er sein Jackett an den Garderobenhaken, zog so schnell wie möglich das vom Tag verschwitzte Hemd aus und warf es in den Wäschekorb. Mark ließ seinen Aktenkoffer im Flur stehen und ging hinüber ins Wohnzimmer.
Mit einer kalten Limonade aus dem Kühlschrank setzte er sich in einen Sessel und sah die Post durch. Noch ein Pizzaservice? Dass nicht irgendjemand mal auf eine originellere Idee kommen konnte. Andererseits verstand Mark es ein Stück weit, schließlich konnte man in gewissen Grenzen noch selbst entscheiden, was man beruflich tun wollte, wenn man ein Unternehmen gründete. Ob man aber an einem Pizzaservice lange Freude hatte? Mark bezweifelte es.
Er nahm sich die Kreditkartenrechnung vor und ging mit einem leichten Gefühl der Reue die Exzesse des letzten Monats durch. Konsum ist die erste Bürgerpflicht, murmelte er.
Der dritte Brief ließ von außen nicht erkennen, wer der Absender war. Mark schlitzte den weißen Umschlag auf und entfaltete ein einzelnes Blatt Papier. Schon der Briefkopf verursachte ihm ein Ziehen im Magen. Mark hatte gehofft, dass ihm das erspart bleiben würde. Zumindest hatte er nicht so bald erwartet, von der Polizei zu hören. Aber offenbar war man dort sehr effizient. Er las den Brief erneut.

Sehr geehrter Herr Leiter,

im Rahmen des Gesetzes zur Unterbindung illegaler Werbung sowie entsprechend der Umweltrichtlinie zur Müllvermeidung im öffentlichen Raum hat am Dienstag, den 26.08.2039 um 07:43 Uhr ein Polizeieinsatz in einem Fahrzeug der Mühlengrundbahn (Linie M1) stattgefunden. Hierbei wurde die mutmaßliche Täterin von Beamten eines Polizeisonderkommandos verhaftet.

Die Auswertung der Zugkameras hat ergeben, dass Sie in unmittelbarer Nähe der Verhaftung beigewohnt haben. Aus diesem Grund laden wir Sie hiermit zu einer Zeugenaussage vor, die am kommenden

Dienstag, den 02.09.2029 um 09:00 Uhr im 4. Polizeirevier, Zimmer 332

stattfindet. Ihr Arbeitgeber wird automatisch über Ihre Abwesenheit informiert. Wir danken Ihnen schon jetzt für die gewissenhafte Ausübung Ihrer Bürgerpflicht und verbleiben

mit freundlichen Grüßen

Gerd Knutsen, Polizeikommissar


Mark legte den Brief beiseite und sah aus dem Fenster. Die Ausübung seiner Bürgerpflicht, natürlich. Mark fand es selbstverständlich, die Polizei beim Kampf gegen Verbrecher zu unterstützen. Und doch regte sich in ihm ein Widerwillen dagegen, die Frau, die gestern blutend zu ihm aufgeschaut hatte, als Verbrecherin zu sehen. Was hatte sie denn getan? Sie hatte Flugblätter verteilt, mit einem Symbol des Widerstands darauf und der Erinnerung daran, dass jedem sein Leben selbst gehörte. Nach geltenden Gesetzen war das natürlich illegal. Mark musste aber zugeben, dass seine Gefühle etwas anderes sagten, wenn er in sich hinein horchte. (…)

Werde jetzt Mitglied im Fink Tank!

Du möchtest auch den Rest des Kapitels lesen? Kein Problem! Im Fink Tank findest du den vollen Text – und noch weitere Kapitel. Viel Spaß!


Der Beitrag hat dir gefallen?

Das freut mich! Dann lass gerne einen netten Kommentar da – oder einen Kaffee.

Verpasse keinen meiner Beiträge mehr!

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..