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Adventskalender

Boris‘ Adventskalender – 18.-24. Dezember 2021

Neue Türchen werden täglich auf der Startseite geöffnet. Falls dort einmal noch ein alter Beitrag steht, hilft es oft, die Seite neu zu laden. Einmal wöchentlich stelle ich die Beiträge der Woche in einem Artikel wie diesem hier zusammen. Viel Spaß!

18. Dezember

Es ist schon spät, ich war heute Abend im Heart/Soul, dem Club, in dem ich den Schriftsteller getroffen hatte. Er war aber nicht da, dafür hatten alle alberne Nikolausmützen auf und die Getränke waren noch schlechter als sonst.
Tagsüber habe ich die Lichterketten mit Isoband geflickt und die Fensterbilder mit Tesa an die Fenster gepappt. Wahrscheinlich krieg ich das nie wieder los.
Am heutigen Türchen fehlt die Perforation. Was solls, bleibt das Schokoding halt drin. Der Tag der enttäuschten Erwartungen.

19. Dezember

Es war eine Ente. Ich habe sie heute mit dem Messer freigeschnitten und dann verspeist. Wahrscheinlich schreibt ihr mir wieder in die Kommentare, dass es keine Ente war, sondern irgendein Weihnachtssymbol, das ich nicht kenne. Aber ganz im Ernst: Vierundzwanzig Tage lang irgendwas zu finden, das etwas mit Weihnachten zu tun hat, das geht doch gar nicht.
Heute ist der vierte Advent. Ich weiß nicht, was ich sonst dazu sagen soll, ohne wehleidig zu klingen. Ich gehe gleich spazieren, falls es nicht noch zu regnen beginnt. Vorher aber noch schnell das heutige Adventstürchen: Eine singende Kinderschar im Schnee.

20. Dezember

Die Büroleitung hat sich krankgemeldet. Wir haben schon alle drauf gewartet, schließlich machen die das jedes Jahr rechtzeitig, um nicht zur Weihnachtsfeier zu müssen. In diesem Jahr waren wir uns aber nicht sicher, ob sie zu Ehren unseres ermordeten Chefs nicht doch dabei sein würden.
Zum Thema: Ich habe jetzt gehört, wie dieses Buch heißen soll, irgendwas mit Nebel und Mord. Ich weiß nicht ganz, wie ich das finden soll. Es klingt irgendwie wie ein netter, gemütlicher Krimi. Na, ich bin jedenfalls gespannt, lange kann es nicht mehr dauern, bis es erscheint.
Heute war ein Sack im Adventskalender, vermutlich voller Geschenke. Oder Apfel, Nuss und Mandelkern.

21. Dezember

Die verdammte Lichterkette ist runtergefallen, als ich auf der Arbeit war, und hat auch noch die ganze Fensterbank abgeräumt. Ich hab jetzt erst mal die Nase voll von Weihnachten. Ich hab das Zeug in die Ecke geworfen und den Adventskalender am Fenster aufgestellt, damit es nicht so kahl aussieht. Da war heute ein Pilz drin. Ich glaube, ich sollte mal den Hersteller anrufen.

22. Dezember

Heute war es sonnig. Die restlichen Schokodinger im Adventskalender sind geschmolzen, das wars also mit weiteren Weihnachtssymbolen. Aber so, wie es in den letzten Tagen aussah, ist denen sowieso nichts mehr eingefallen.
Auf der Arbeit war heute große Nervosität wegen der Weihnachtsfeier morgen. Ich geh mal besser früh ins Bett, damit ich das auch durchstehe.

23. Dezember

Was soll ich sagen. Gut, dass ich damals nicht zum Abteilungsleiter befördert worden bin, sonst hätte ich heute Nacht die zersplitterte Bürotür bewachen dürfen, bis der Notdienst die Spanplatte eingesetzt hatte. Ob da jetzt geschubst wurde oder nur jemand gestolpert ist, da bin ich mir nicht so sicher. Immerhin ist nicht noch jemand tot. Ich glaube, die Kollegin, die in der Scheibe gelandet ist, soll morgen sogar wieder rechtzeitig zur Bescherung aus dem Krankenhaus entlassen werden.
Ich schlafe mich jetzt erst mal aus.

24. Dezember

Fröhliche Weihnachten euch allen!
Ich hoffe, ihr feiert alle ein besinnliches und angenehmes Fest zusammen mit Menschen, die euch etwas bedeuten. Sagt ihnen auch mal, dass sie euch etwas bedeuten. Es gibt Dinge, die sollte man hin und wieder aussprechen.
Ich fahre auch gleich zu meiner Familie und feiere – und dann, habe ich entschieden, mache ich erst einmal eine Pause hier auf Zwitsch. Solltet ihr auch mal drüber nachdenken. Schaltet die Handys aus, lest mehr Bücher und kümmert euch um Freunde und Familie.
Euer Boris T.

P.S.: Heute wäre es wahrscheinlich ein Engel gewesen. Oder ein Vampir. Irgendwas mit Flügeln eben.


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